Die letzten Gemeinden stimmen über Stromkonzession ab

In der nächsten Woche werden die letzten der 24 Gemeinden im Landkreis Kassel für oder gegen einen Kooperationsvertrag, für oder gegen einen Konzessionsvertrag abstimmen. Es sind dies Schauenburg am 28., und Niestetal am 29. September.

Mittlerweile gibt es drei von den 24 Gemeinden, die sich für einen eigenen Weg entschieden haben. Habichtswald, Kaufungen und Fuldatal haben sich weder für einen Kooperationsvertrag mit Eon Mitte, noch für einen Konzessionsvertrag mit Energie Waldeck Frankenberg (EWF) entschieden. Kaufungen und Fuldatal gehören zu den fünftgrößten Gemeinden im Landkreis und verursachen durch ihre Ablehnung des Kooperationsmodells große Löcher in der flächendeckenden Stromversorgung von Eon Mitte.

Interessant und wichtig, gerade für die Gemeindevertreter von Schauenburg und Niestetal, ist die Begründung der drei, warum sie sich gegen die Gutachterempfehlung entschieden haben. Alle haben starke Zweifel daran, dass Eon Mitte wirklich der geeignete Kooperationspartner  für einen gemeinsamen Netzbetrieb ist.  Eon Mitte ist kein eigenständiger regionaler Netzbetreiber und in der  aktuellen Eon Jahresbilanz werden Buchwerte für die kompletten Netze genannt. Hieraus wird ersichtlich, dass die Gemeinden mit ihrem Anteil von 51% (Kooperationsmodell) den vollen Buchwert, also 100% der Netze, zahlen sollen!

20 Jahre und mehr für die aktuell abzuschließenden Verträge sind eine sehr lange Zeit, in der sich die  Gemeinden entweder weiterhin auf eine geringe Konzessionsabgabe einlassen, oder ihre Entwicklung aktiv vorantreiben können, mit wahren regionalen Kooperationspartnern, für die Rekommunalisierung der Stromnetze keine Schlagworte sind. Obwohl jetzt zusätzlich Kosten auf diese Gemeinden zukommen, die aber über die zu erwartenden Gewinne aufgefangen werden können, gehen sie einen Weg, um ihre Gemeinde wirtschaftlich voranzubringen.

Wir vertrauen auf die Verantwortung der Gemeindevertreter von Schauenburg und Niestetal und hoffen, dass sie bei ihrer Abstimmung bedenken, welcher der beste Weg für ihre Gemeinde ist.

 

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Gudrun Bednarek-Siegfried, 05601 4433 – Ulli Tribull, 05665 404868

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