Kreistagsfraktion: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer

Pressemitteilung vom 11. Februar 2017

Als bedauerlich empfindet es die Grüne Kreistagsfraktion, dass der Kreis-SPD zum Thema Flughafen Kassel-Calden außer blinden Lobeshymnen immer noch nicht mehr einfalle, als eine blinde Oppositionsarbeit, die auf Kosten der Steuerzahler gehe. „Vermutlich liegt es daran, dass das Leuchtturmprojekt Kassel-Calden nicht ganz den Erwartungen entspricht und sich nur schleppend entwickelt. Da liegt es natürlich nahe einen Schuldigen ausfindig zu machen. Und wer ist da nicht besser geeignet als die Grünen im Kreis und auf Landesebene, die nie müde geworden sind eine deutliche Kritik an diesem Projekt zu äußern“, so die Kreistagsabgeordnete Steffi Weinert. Richtig sei, dass das Millionengrab nicht verhindert werden konnte, aber seit der Eröffnung sind seien vor allem die Grünen, die die Entwicklung des Flughafens auf wirtschaftlicher Ebene konstruktiv begleiten. „Zielsetzung ist, die Kosten des Betriebes so gering wie möglich zu halten und damit die Subventionen durch öffentliche Gelder deutlich zu minimieren. Und dazu gehört auch eine regelmäßige Überprüfung, die unter Umständen auch mit einer Rückstufung verbunden sein kann, wenn dadurch Betriebskosten gespart werden können“, erläutert Weinert.

Die Realität sähe so aus, dass der Airport bereits jetzt dem kleinsten Anteilseigner, der Gemeinde Calden, die Luft abschnüre (HNA Bericht 04.02.2017). Der Landkreis würde bald folgen. Die Folge wird ein Ausstieg aus der GmbH sein. Und sicher sei, dass die Kreis-SPD als erstes die Übernahme der Anteile durch das Land Hessen fordern wird. Was dadurch nicht behoben wird sei, dass der Bürger zahlen muss – und dem ist es ziemlich egal, ob die Steuergelder nun aus der Landesebene oder aus der kommunalen Ebene verteilt werden.

„Wir sind sicher, dass eine wirtschaftlich konstruktiv begleitenden Politik dem Flughafen nicht schaden wird oder gar Fluggesellschaften abschrecken wird, denn diese „müssen“ wirtschaftlich arbeiten und haben keinen unversiegbaren Steuertopf zur Verfügung“, so Weinert abschließend.

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